Donnerstag, 28. Januar 2010

Ausflug in das Hinterland von Calvi/Korsika: Reizende Bergdörfer mit Panoramablick und viel Geschichte in den Bergen der Balagne

Einst waren die mehr als 20 Ortschaften in den Bergen der Balagne, von denen einige nur aus wenigen Häusern bestehen, wohlhabende Bauerndörfer, die es dank der Landwirtschaft in den fruchtbaren Hügeln zu einem bescheidenen Wohlstand gebracht haben. Kleine Weiler mit romantischen Ecken, windschiefen Häusern mit Natursteinfassaden, verklinkerten Höfen, und kaum ein Dorf, das nicht von einem wuchtigen barocken Glockenturm dominiert wird: Die reizenden, liebevoll gepflegten Weiler wie Sant'Antonino, Lavatoggio, Cateri, Muro, Feliceto, Speloncato, Belgodere und Aregno haben eine besondere, typisch korsische Dorf-Atmosphäre und ihren ursprünglichen Charme bewahrt.

>> Lesen Sie mehr über die Dörfer der Balagne in unserem Artikel

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Freitag, 12. Juni 2009

Musée de la préhistoire in Sartène: Prähistorisches Museum in Südwest-Korsika öffnet seine Pforten

Das vorgeschichtliche Museum in dem kleinen Bergstädtchen Sartène steht ab sofort Archäologie-Fans offen.



Mit mehr als einer Viertel Million Fundstücke aus der Zeit seit der menschlichen Besiedelung der Insel bis zur Mittelsteinzeit gehört das Musée de la préhistoire à Sartène zu den grö�ten archäologischen Sammlungen der Insel. Von steinzeitlichen Pfeilspitzen bis hin zu ganzen Menhiren zeigt das Museum am Rande von Sarténe seine prähistorischen Exponate von Montag bis Samstag, jeweils von 9 bis 19.00 Uhr.
Das Museum wurde erst am 2. Juni neu eröffnet und verfügt noch über keine aktuelle Website. Mehr Informationen unter der Telefonnummer +33/4 95 77 01 09

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Montag, 11. Februar 2008

Kyrie Eleison und Christe Eleison - zwei Berge mit frommen Namen und schauriger Geschichte

Im Süden von Ghisoni in Nord-Zentralkorsika liegen zwei Berge mit altgriechischen Namen: Kyrie Eleison und Christe Eleison, benannt nach den zwei vorchristlichen Huldigungsrufen â??Herr, erbarme dichâ?? und â??Christus, erbarme dichâ??. Was so fromm klingt, hat einen schaurigen Hintergrund.
Nach einem alten Volksglauben gehen die beiden ungewöhnlichen Namen auf eine schaurige Geschichte aus dem Mittelalter zurück. Mitte des 14. Jahrhunderts kam im Osten Korsikas die religiöse Laienbewegung der Ghjuvannali (Giovannali) auf. Christliche Laienbewegungen waren im Mittelalter nichts ungewöhnliches: vornehmlich im Süden Frankreichs, aber auch in Italien, Spanien und Deutschland predigten Katharer ihre Interpretation der christlichen Lehre. Sie selbst nannten sich veri christiani (die wahren Christen), oder boni homines bzw. Bonhommes, (gute Menschen). Gebräuchlich waren auch die Bezeichnungen Patarener bzw. Pateriner.
Natürlich waren diese Bewegungen dem mittelalterlichen Vatikan ein Dorn im Auge. Im Jahre 1354 ordnete er deshalb eine Hetzjagd auf die korsischen Ketzer an. Am Fu�e der beiden Berge vor Ghisoni sollten die vermeintlichen Irrgläubigen auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden. Ihre verzweifelten Huldigungsrufe, Kýrie eléison. Christé eléison sollen aus den beiden Bergen zurückgehallt sein. So gab das Echo der Fürbitten der Ghjuvannali den beiden Bergen ihren frommen Namen.

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