GR 20 - der große Weitwanderweg Korsikas
Der weltberühmte Fernwanderweg bietet neben entspannten Touren hochalpinen Wanderspass
Der weltberühmte korsische Weitwanderweg Sentier de Grande Randonée de la Corse zieht sich von Calenzana im Nordwesten über den Rücken der Insel bis nach Conca im Südosten Korsikas. Er zählt zu den beliebtesten Fernwanderwegen Frankreichs und bietet ein einmaliges, alpines Naturerlebnis mitten im Mittelmeer. 
Immer wieder trifft man im korsischen Bergland auf die rot-weißen Wegmarkierungen des GR20, die seit 2016 nicht mehr gemalt sind, sondern direkt an Bäume, Steine und Pfahle geschraubt werden. Die etwa je nach Streckenvarianten 180 bis 220 Kilometer, die komplett in etwa 14 Tagen erwandert werden können, führen über Hügel und Hochländer, um klirrend kalte Bergseen herum, aber auch auf Bergkämmen entlang, sowie durch Hochmoore, Schneefelder, die bis in den Sommer hinein liegenbleiben, sowie endlose Geröllwüsten.
 
Wer sich auf dieses Korsika-Abenteuer einlassen möchte, sollte nicht nur gut in Form, sondern auch fernwandergeübt und von guter Ausdauer sein. Auch wenn es viele alternative Einstiege, Tourenvarianten, Teilstrecken und Rundwanderungen entlang des GR 20 gibt, will die Wandertour gut geplant und kalkuliert sein. Auch das Wetter muss beim Wandern mitspielen: Keinesfalls sollte man plötzliche Wetterumschwünge unterschätzen. Auch wenn es am Meer schön warm und sonnig ist, kann im korsischen Hochgebirge ein Gewitter oder Hagelsturm toben. In den Schutzhütten und Unterkünften entlang der Strecke sollte man sich immer nach der aktuellen Wetterlage erkundigen.

Viele Abschnitte des GR20 sind nicht so einfach zu erreichen, weil keine Straßen und Zufahrtswege in das Hochgebirge führen. Nicht immer ist ein einfaches Umkehren oder Abbruch der Wanderung möglich.
Wartungen an den Wanderwegen, Absicherungen gefährlicher Abschnitte und das Wiederherrichten durch von Schnee und Regenfällen ruinierter Wegstrecken sind kein einfaches Unterfangen, auch wenn die Parkverwaltung des Parc Régional Naturel de Corse mit großer Sorgfalt über die Strecken wacht. Bei einem schweren Unfall im Juni 2015 wurde schnell mit einer Sperrung der Hauptsrecke von Tighjettu nach Ascu Stagnu reagiert, eine Alternativroute eingerichtet und Shuttleservices für die Wanderer eingerichtet, die sich den langen Umweg der Alternativroute nicht zumuten wollten. Für gesonnene Wanderer ist der GR20 keineswegs gefährlich, die meisten Unfälle passieren jedoch wenn sich Trekker übernehmen oder nicht auf Unwetterwarnungen hören. 
 
Am Ende jeder Tagesetappe warten einfache Schützhütten und Herbergen auf die müden Wanderer, nur in größeren Siedlungen entlang der Strecke gibt es auch Hotels. Seit mehreren Jahren schon müssen Trekking-Fans ihre Unterkunft in einer der Refuges oder auch die Biwak-Schlafstätten vorab reservieren. Manche der Hütten liegen so weit ab vom Schuss, dass sie zeitweise mit dem Helikopter versorgt werden müssen. Wer hier Luxus erwartet, sollte sich auf eine andere Reiseroute begeben. Dafür ist das Naturerlebnis einmalig!
 
Buchen kann man die Unterkünfte entweder über die Website der Parkverwaltung des Parc Régional Naturel de Corse – Parcu de Corsica unter oder an den maisons d’informations der Parkverwaltung in Calenzana (Maison du GR 20 au gite d’étape), Corte, Conca und Ajaccio. Die Buchung hat einige Tücken, im Zweifel sollte man vor Antritt der Wanderung noch einmal in einer der maisons d’informations nachhaken. Umbuchen kann man jederzeit nach Verfügbarkeit.
 
Weiterführende Informationen
Eine Etappenbeschreibung bietet zum Beispiel fernwege.de
Reisetagebuch von Siempretranquilo aus dem Jahr 2003
Timo Lutz
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